Philips geht ab sofort aktiv gegen den Import von unlizenzierten DVD-Playern, DVD-ROMs und DVDs vor. Gemeinsam mit Sony und Pioneer besitzt Philips eine Vielzahl an DVD-Patenten. Besonders die billigen DVD-Player aus China sind bei den Elektronikmärkten und Lebensmiteldiscountern in der Einstiegspreisklasse sehr beliebt. Da sie doch im Gegensatz zu vielen teureren Playern oft noch über zusätzliche Features wie MP3- und VCD/SVCD-Wiedergabe verfügen. Die meisten der chinesischen Hersteller produzieren aber ohne eine gültige DVD-Lizenz. Deshalb können diese Geräte auch so billig auf den Markt gebracht werden. Nicht mal ein halbes Dutzend Hersteller ist laut dem DVD-Forum lizenziert. 2001 wurden mehr als 10 Millionen DVD-Player in China hergestellt. Der Löwenanteil für den Export nach Europa und in die USA. Die Zollbehörden haben nun, ähnlich wie bei unlizenzierten CD-Rohlingen, Listen mit lizenzierten Herstellern. Steht ein Lieferant nicht auf dieser Liste, ist die Lieferung automatisch verdächtig. Die Importeure sollten sich aber nicht auf ihr Glück verlassen, denn die Geräte können selbst wenn sie schon im Handel sind noch beschlagnahmt werden. Philips rät den importierenden Unternehmen sich im Zweifelsfall entsprechende DVD-Lizenzen zeigen zu lassen. Fazit: Sobald die Lagerbestände abverkauft sind werden sich die Aktionen sicherlich im Handel bemerkbar machen. Es werden wohl weniger billige Geräte auf den Markt kommen und die Preise für die Einstiegsgeräte könnten stark ansteigen. (bk)
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